Hallo ihr Lieben,
 
letzte Woche hatte ich diese blöde und gleichzeitig geniale Idee: Spätzle selber machen. Vom Teig bis hin zum In-den-Topf  “drücken”. Ich liebe Spätzle, aber die aus der Packung sind nie mit frischen zu vergleichen. Das weiß ich aus Urlauben im Süden Deutschlands, wo man Spätzle noch selber macht. Und genau das wollte ich auch machen. An sich ist es ganz einfach. Den Teig kann man sogar vegan zubereiten, wenn man das Ei weglässt. Aber ich habe die Arbeit definitiv unterschätzt und ohne meinen Mann wären die Spätzle auch nie was geworden, denn meine Arme sind einfach nicht stark genug.
 

Für 4 Personen braucht ihr

500g Mehl
5 Eier
150-200ml Wasser
Prise Salz


 

 

 

 

 

Spätzle – selber gemacht, so einfach es geht
 
Wie gesagt: Ihr braucht nich viel. Jetzt kommt aber das Problem bzw die Arbeit, denn ein Problem ist es nicht.
Ihr mischt alle Zutaten in einer großen Rührschüssel und wenn ihr diese Spätzle, wie ich komplett traditionell machen wollt, dann benutzt ihr zum Vermischen und Schlagen des Teigs einen Holzlöffel mit einem Loch. Ein großer Metalllöffel geht auch. Natürlich wäre es einfacher, einen elektrischen Rührstab zu nehmen, aber NEIN! Das hier soll traditionell sein! So dachte ich mir das. Also habe ich angefangen alles zu vermischen. Erst mit 150ml Wasser. Danach habe ich den Rest noch dazu gegeben und den Teig immer schön geschlagen. Abwechselnd mit meinem Mann für gute 15 Minuten, bis der Teig große Blasen geschlagen hat und dick und zäh, ohne zu reißen vom Löffel fiel. Ab und an musste noch etwas Mehl dazu, damit dies auch wirklich erreicht wurde.
 
Das Wasser auf dem Herd hat schon gekocht, also habe ich alles in meine nicht ganz so traditionelle Splätzlepresse getan. Die kann man in jedem Möbelgeschäft kaufen. Achtet darauf, das es eine Einlegscheibe mit großen, auseinanderliegenden Löchern gibt, ansonsten habt ihr einen einzigen Brei an Teig und das ist weder ansehnlich noch lecker. 
 
 
So sehen sie dann aus. Mit der Presse werden sie länger als die, die man sonst in der Packung findet. Wenn ihr sie schabt, sind sie natürlich kürzer und dünner. Alles in allem hat sich die Arbeit aber mehr als gelohnt. Selbstgemachte Spätzle sind einfach der Wahnsinn und ich denke mit etwas mehr Übung, krieg ich den Teig auch bald viel schneller hin.
 
Aus den Spätzlen habe ich dann einen Auflauf mit Hackfleisch und Möhren gemacht. Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr die lieber zu einem Braten servierten wollt, lieber herzhaft oder süß. Mit Spätzlen hat man soviele Auswahlmöglichkeiten. Der Auflauf war jedenfalls sehr lecker und es wird so etwas in der Art bestimmt immer wieder bei uns geben.
 
 
 
 
Als nächstes werden die traditionellen Kässpätzle gemacht, die ich das letzte mal auf einer Berghütte in den Alpen gegessen habe. Oh ja, darauf freu ich mich jetzt und euch wünsche ich viel Kraft, Spaß und Hunger!