Rezension

German Kaiju – Anthologie – Herausgeber Markus Heitkamp

Zerstören – Fressen – Erobern

Elf Autoren entführen Sie in die Welt der Riesenmonster, wo sich verrückte Wissenschaftler abnormer Monstrositäten bedienen, außerirdische Aggressoren mit Hilfe von Giganten nach der Herrschaft streben und sich Mutter Erde mit brachialer Gewalt gegen die Ausbeutung durch den Menschen zur Wehr setzt. Seien Sie dabei, wenn Deutschland in Schutt und Asche gelegt wird und nichts und niemand den Aufmarsch der German Kaiju aufhalten kann.

Eine Hommage an den klassischen japanischen Monsterfilm.

Geman Kaiju – Wenn sich Autoren den japanischen Monstern widmen

Ich und Anthologien ist immer so eine Sache. Das kann gut gehen. Oder aber mächtig in die Hose. Je mehr Autoren Kurzgeschichten dazu beitragen, desto schneller bin ich enttäuscht, weil ich definitiv nicht mit jedem Schreibstil klar komme oder die Gedanken hinter der Geschichte nicht ganz nachvollziehen kann. Das ist so eine typische Gefahr, wenn es um Anthologien geht, finde ich.

Beim German Kaiju war das ein wenig anders. Es gab nicht viele Geschichten, die mich nicht angesprochen haben. Dafür einige, die ich wirklich enorm gemocht habe. Positiv hervorheben möchte ich davon ein paar. Angefanen mit meinem Favorit. “Nakame, der Schrecken vom Mond“, geschrieben von Thomas Heidemann. Eine Hommage an die alten japanischen Filme, gepaart mit unserer derzeit düstern Zukunft und einem wunderbaren Schreibstil. Da kann ich auch nachsehen, dass das Monster in diesem Fall ein Roboter ist. Dafür stimmt der Humor einfach mal total.

Weiterhin hervorheben möchte ich “Hansebiker gegen Mutant X“, verfasst von Hanna Nolden und dem Herausgeber selber Markus Heitkamp. Die Zwei gehören für mich eh zu den richtig guten Autoren der deutschen Phantastik und diese Zusammenarbeit ist gelungen. Hier merkt man mal wieder: Auch eine typische Monstergeschichte kann mit viel Humor so viel besser werden.

Falls ich noch eine dritte Geschichte nennen darf… Dann befindet sich diese in dem Umschlag ganz am Ende des Buchs. Als ich meine Ausgabe vom German Kaiju auf der Leipziger Buchmesse abgeholt habe und meinte “Der Brief interessiert mich ja am meisten.” wurde ich mit schreckensgeweiteten Augen vom Verleger angesehen. Ratet was ich gemacht habe? Ich habe den sogenannten “Notfallbrief” geöffnet. Ob Christian von Aster mich enttäuscht hat? Das findet ihr nur raus, wenn ihr das Buch kauft Und auch genießt.

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