Rezension

Die Mädchenwiese – Martin Krist

SIE SIND JUNG. SIE SIND SCHÖN. KEINER HÖRT IHREN TODESSCHREI.

Die alte Frau sieht alles kommen. Sie findet die grausam ermordeten Mädchen. Sie kennt ihren Mörder. Aber sie wird schweigen. Der kleine Junge bangt um seine verschwundene Schwester, denn er hat etwas gesehen. Er will reden, doch niemand hört ihm zu.
Seit Alex Lindner vor Jahren seinen Dienst als Kommissar quittiert hat, lebt er zurückgezogen in der Provinz. Als auch hier ein Mädchen verschwindet, weiß er: Der Mann, den er damals vergeblich jagte, ist zurück. Diesmal muss er ihn fangen, denn der Blutzoll wird steigen.

Die Mädchenwiese – Spannend, wahnsinnig gut, verworren

Es ist schon eine Weile her, seit ich einen Krist Thriller rezensiert habe. Und ich muss ehrlich zu geben: Es lag daran, dass dieser hier etwas in mir ausgelöst hat. Ich würde behaupten, auch wenn es “nur” eine Neuauflage ist, ist dies hier sein bisher bester Thriller.

Wie immer ist auch dieser Thriller sehr realitätsnah und als Lisa verschwindet, schiebt es erstmal jeder auf das typische Teenager-Dasein und das nervige Landleben, dass Kids in dem Alter einfach nicht mögen. Stimmt natürlich nicht.Eine verzweifelte Mutter, ratlose Polizisten, eine alte Frau die mehr zu wissen scheint und nicht zu vergessen der Kneipenbesitzer, der ebenfalls ein Geheimnis hat. Hier webt der Autor mit mehreren Fäden, die alle samt zu einem großen roten Faden verlaufen müssen. Man fliegt als Leser von Seite zu Seite. Will wissen, welches Geheimnis sich auf der nächsten Seite lüftet und wie der Autor es schafft, all diese Fäden wirklich lückenlos zu verbinden. Ja, es war wieder einmal ein lückenloses Abenteuer, voller Spannung, unbekannten Wegen und einem Sog, der das Aufhören verhindert hat.

Falls ihr also gerade Bock auf einen richtig guten Thriller habt und ein Leseabenteuer der Extraklasse, seid ihr hier genau richtig.

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