Film

[Kino] Letzendlich sind wir dem Universum egal

Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Zeit fürs Kino. Diesmal waren Anni und Saskia für mich unterwegs und ich glaube sie sind immer noch etwas mitgenommen von dem Film. Aber wie immer erstmal der Trailer.


Dann überlasse ich nun mal Anni und Saskia das Wort.

Letztendlich sind wir dem Universum egal – oder wie ein Film mein Herz zerstörte

Ohne die Romanvorlage zu „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ zu kennen, bin ich nichts ahnend ins Kino gegangen, um mir eine der sehnsüchtig erwartetsten Buchverfilmungen des Jahres 2018 anzuschauen. Ich erwartete eine romantische und berührende Coming-of-Age-Geschichte der etwas anderen Art.

Und genau das habe ich bekommen.

Wobei in dieser Hinsicht die etwas andere Art bedeutet, dass die Geschichte um A und Rhiannon so viel berührender, emotionaler und auch tragischer ist, als andere Teenie-Filme. Taschentuch-Alarm, meine Freunde. Fühlt euch vorgewarnt.

Die Tränen werden nämlich kommen. Und sie bringen ihre Freunde mit. Was als süße Liebesgeschichte beginnt, wird ab einem gewissen Punkt zu einer Zwickmühle, bei der wir Zuschauer im Kino nicht anders können, als mitzufiebern, mitzuhoffen, mitzuweinen. Die Gefühle auf der Leinwand sind greifbar, die schauspielerische Leistung der Darsteller erledigt ihr übriges, zusammen mit der tiefgründigen Message, die in dem Film mitschwingt.

Und auch wenn „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ nachhaltig mein Herz zerstört hat, habe ich doch jede einzelne Sekunde davon genossen.

Außergewöhnlich und erfrischend anders!

Es beginnt seicht. Zunächst folgen wir A, einer Seele ohne festen Körper. Hört sich erst einmal seltsam an und irgendwie ist es das auch. Doch für A ist es die Normalität. Jeden Tag hat er einen anderen Körper, schlüpft in das Leben eines anderen, um für einen Tag er (oder sie) zu sein. Sein Leben lang.

A ist ungefähr 16, stellt euch vor, wie einsam sein Leben sein muss. Aber eines Tages ist er Justin. Und Justin hat eine Freundin: Rhiannon. A sieht Rhiannon und auf einmal ist da ein Gefühl, was er nicht deuten kann. Zum ersten Mal will er nicht gehen, sondern bleiben.

Rhiannon ist derweil verwirrt: Ihr Freund ist doch sonst nicht so aufmerksam, aber an diesem einen Tag war er es. Danach ist wieder alles beim Alten. Aber irgendwie doch nicht, denn da ist auf einmal Amy, die neue Schülerin.

Und damit geht der Spaß erst richtig los, denn A wechselt die Körper immer mit wenig Distanz zwischen A und B. Er und Rhiannon begegnen sich immer öfters und mit jedem Tag verschenken sie ihr Herz mehr und mehr. Doch wie soll eine Liebe funktionieren, wenn einer von ihnen jeden Tag jemand anderes ist?

Schauspielerische Leistung? Top!

Die Hauptrolle der Rhiannon wird von Angourie Rice gespielt. Die Schauspielerin, die von Beginn an die Favoritin für die Rolle gewesen ist, hätte es nicht besser machen können. Vor allem zu Beginn die Verwirrung, als auch die immer intensiver werdenden Gefühle in der fortlaufenden Handlung bringt sie tadellos herüber.

A ist in diesem Fall eine Klasse für sich. Wechselnde Körper machen es nicht gerade leicht, einen perfekten Schauspieler auszuwählen, der die Rolle spielt. Letztendlich wird A während des Films von 15 verschiedenen Darstellern gespielt, die sich aufeinander abstimmen und wie Kettenglieder ineinander übergehen mussten. Einige Schauspieler spielen neben ihrer Rolle als A selbst wichtige Rollen in der Geschichte.

Ist der Effekt gelungen? Haben 15 Schauspieler eine Person darstellen können? Meine Antwort lautet: Ja! Definitiv!

Was A in diesem Film geschafft hat, habe ich noch nirgends sonst erlebt, aber diese Kontinuität, mit der die Schauspieler A verkörpern, ist schlicht und ergreifend grandios. Es scheint, sie alle sind A, sie haben erlebt, was A erlebt hat und knüpfen da an, wo ihr Vorgänger aufgehört hat. Respekt!

Und was es sonst noch zu sagen gibt:

Es ist schwierig. Sogar extrem schwierig, einen Film in Worte zu fassen, der sich so eigentlich nicht in Worte fassen lässt. Auf Grundlage des gleichnamigen Romans von David Levithan, den ich mir nun zu Gemüte führen werde, haben die Filmemacher ein wirklich außergewöhnliches, emotionales und vor allem berührendes Filmerlebnis geschaffen, das seines gleichen sucht.

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