Familie

Ein Jahr. Zwölf Monate.

Hallo ihr Lieben,

es ist so weit. Wir haben “Jahrestag”. Aber nicht den, den man gerne feiert. 
Sondern den, der einen traurig stimmt. Der einen an all die schlimmen Dinge erinnert, die man durchgemacht hat und immer noch durch macht. 
Am 10. Februar 2017 haben wir die Schreckensbotschaft “Gehirntumor” erhalten. Danach saßen wir, wie ihr zu gut wisst, erstmal wochenlang im Kölner Krankenhaus und sind dann nach Heidelberg gewechselt für zwei Monate. Seit dem machen wir die Chemo monatlich mit, wöchentlich gehts zu den Bluttests. Aber darum soll es heute nicht gehen! 
Ich will nicht an den Horror denken. An die Nachricht. Den Post dazu könnt ihr ja immer wieder nachlesen. Das muss ich nicht alles noch mal für euch wiederholen. 

Ich will euch heute etwas zeigen. Etwas, dass nur sehr wenige Freunde bisher gesehen haben. Das wäre der Tumor. Vom ersten Bild am 10. Februar 2017 bis zu den Bildern von November und Januar. Falls ihr das nicht sehen wollt, dann klickt JETZT weg. Denn diese Bilder vergisst man nicht so schnell.

Ein Jahr – Was für ein Unterschied

Kämpfen ist immer wichtig. Vor einem Jahr hatte ich Angst und wusste mit der Situation nicht um zu gehen. Mein Mann und ich haben viel geweint. Hoffnung war so ein Wort, dass wir nicht mehr kannten. Auch heute versuche ich, Hoffnung zu ignorieren, denn… Wir wissen es einfach nicht. Aber ich dachte mir, da einige immer wieder mehr wissen wollten, zeige ich euch einfach mal die doch schon enorme Veränderung. Seid ihr bereit?

Das ist das aller erste Bild, das mir gezeigt wurde. Also, bewusst gezeigt wurde. Natürlich haben mein Mann und ich schon direkt am 10. Februar Bilder gesehen. Aber die habe ich weder fotografiert, noch im Kopf behalten. Der Schock war zu groß.

Mein Mann war zu dem Zeitpunkt mit seinem Vater, der aus den USA zu Besuch war, unterwegs und hat eingekauft. Ich bin heute noch dankbar für meine Schwiegermutter, die bei dem Gespräch dabei war. Die weiße Kugel ist der Tumor. 128g wog er. Durchmesser von 5,9cm. Fühlt ihr den Schock? Ich fühle ihn immer noch.
Danach fand die Shunt OP statt, die Biopsy gleichzeitig, zur Bestimmung vom Tumor. Und einen Monat später kam die Reduktion. Davon habe ich keine Bilder für euch. Aber dafür von November und Januar.

Seht ihr das? Der weiße Rand heißt, dass der Tumor “abgesichert” ist. Er ist durch eine Mauer am Wachstum verhindert und diese Mauer ist mehr oder weniger stabil. Nur der schwarze Punkt deutet auf einen noch aktiven Tumor hin, aber durch die Chemo liegt er unaktiv da und arbeitet gar nicht. Sogar die natürlichen Wege des Gehirns sind mehr oder weniger wieder voll funktionstüchtig. Es ist für uns und für die Ärzte ein Zeichen unserer Kraft. 

Diese Kraft verdanke ich Familie und Freunden. Und euch. Also muss ich einfach erneut: DANKE! sagen.
Wir blicken mit Hoffnung und Kraft in die Zukunft und werden alles dafür geben, dass 2017 einfach nur ein schlechtes Jahr gewesen ist. 

 

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5 Comments

  1. Die Bilder sind einfach unfassbar. Wenn man sich diese Grösse in dem kleinen Kopf vorstellt. Da kann man auch einen Golfball an eine Melone halten um sich das besser vorstellen zu können. Fieser Vergleich, aber da sieht man wie riesig Evas ungewollter Einsiedler war..

    In meinen Augen seid ihr unglaublich. Eva kämpft wie eine Superheldin gegen ihren Erzfeind.

    Meine gesamte Familie drückt weiter fest die Daumen, dass dieser hässliche Tumor sich von Acker macht ?

    Xoxo Vanessa

  2. Ja, man fühlt ihn deutlich, diesen Schock. Obwohl man sicher nur ahnen kann, wie er sich für eine Mutter anfühlen muss… Tausend gute Gedanken für euch, viel Kraft und Zuversicht! In Gedanken bei euch!

  3. Das ist wirklich ein großer Tumor gewesen! Boah! Umso erstaunlicher finde ich die aktuellen Bilder! Wie geht es ihr denn? Natürlich ist Chemo total belastend für den Körper, aber die Ergebnisse sind schon auch ein großer Erfolg!

    Lg Nadine von Nannis Welt

    1. Den Umständen entsprechend.
      Es ist ein totales auf und ab.

  4. Fühl dich gedrückt! Ich wünsche euch weiterhin alle Kraft der Welt.

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