Familie

Depression in Kindern

Hallo ihr Lieben,

es ist der letzte Tag des Monats und ich würde euch gerne sagen, dass alles super ist. 
Aber nein, diesen Monat läuft alles andere als gut.
Die Übelkeit und Chemo setzen Eva mehr und mehr zu. Und ja. Ich behaupte einfach mal, dass mein Kind an Depressionen leidet. Warum? Weil sie nur Mama und Papa hat.

Nur Mama und Papa? Das reicht nicht!

Ja, Mama und Papa zu haben ist super. 
Während man gleichzeitig auch zur Schule geht, Freunde hat, draußen oder drinnen spielen kann. 
Aber das ist bei uns nicht der Fall. 
Eva ist alleine. Zu Hause. Mit uns. Und Oma.
Das war es. Ja, Dienstag kommt ihre Lehrerin vorbei. Und die Physiotherapeutin zwei mal die Woche
Alleine da merkt man den Unterschied.
Sie redet mehr. Eva redet in einer Tour. Erzählt alle Storys, die in den letzten Tagen, teilweise Wochen oder Monaten passiert sind. 
Mama und Papa kennen die ja eh schon. Alle anderen aber noch nicht. Oder in diesem Fall: Erwähnen nicht, dass es immer die selbe Story ist. Selbst in einem 10 Minuten Rhythmus. 

Leidet mein Kind an Depressionen?

Ihr Blick sagt mir, dass es ihr nicht gut geht.
Ich weiß, mit der Übelkeit und meiner Erkältung und ihrem Nießen, mussten wir so ziemlich jedes Treffen mit Freunden ihres Altes absagen. Es wäre zu gefährlich, vor allem, da wir die Übelkeit nicht zu ordnen können. 

Und egal, was wir machen (Ich erinnere hier an die Experimente mit Kristallen und Urzeitkrebsen), es reicht nicht. 
Wir sind eben nur Mama und Papa.
Wir sind keine Freunde, keine Kinder. 
Wir können ihr einfach nicht das geben, was sie braucht.
Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie weh das tut.

Ja!

Ja. 
Die Antwort lautet JA. 
Mein Kind ist depressiv. 
Nicht, weil ich versage.

Einfach  nur, weil das Leben das größte Arschloch ist.

Sie weint.
Sie braucht mehr Aufmerksamkeit.
Trotzdem ist ihr Lächeln einfach nicht mehr echt.

Und Mama? Mama leidet. Jeden Tag. Jede Stunde, Minute und Sekunde.
Denn ja, nur eine Mama reicht einem Kind nicht.
Und wir haben das Privileg “Freiheit nicht mehr. 
Eine Wahrheit, mit der wir alle Drei nun leben und umgehen müssen.

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4 Comments

  1. Das berührt mich sehr, liebe Anna…

    Seid umarmt von

    Anke

  2. Ach man das berührt einen so sehr und selbst ich hab jetzt eine Träne vergossen. Ich kann mir nie nie vorstellen wie viel Kraft du aufbringen musst und was für Albträume das sind. Ich als Mama habe selbst immer Angst vor solchen Situationen und vor so einer “sche…” *sorry aber anders kann man die Krankheit nicht erklären*.
    Ich wünsche euch ganz viel Kraft und hoffe sehr für euch, das es deiner kleinen Maus bald wieder besser geht.

    Ganz dicke Umarmung
    Katha

  3. Liebe Anna, das ist eine verdankt harte Zeit für euch alle 3. Und ihr müsst eure Tochter auf so vielerlei Weise leiden sehen. Das ist nicht fair. Und auch wenn ihr vielleicht wirklich nicht ganz reicht, seid ihr soooo wichtig für Eva. Und ihr macht das toll. Könnt ihr nicht nochmal mit den Ärzten Reden wie weut man das Kontsktverbkt in solchen Notfällen lickern kann? Oder darf der Hund nochmal kommen?
    Ganz liebe Grüße

    1. Der Hund kann jeder Zeit kommen, wenn die Lehrerin Zeit hat 🙂
      Erwachsene sind ja kein Problem. Kinder allerdings schon 🙁
      Bzw zu viele Kinder ist das Problem.

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