Rezension

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt

Die 17-jährige Madeline hat noch nie das Haus verlassen, denn sie leidet an einer seltenen Immunkrankheit. Bisher war das kein Problem, weil sie es nicht anders kennt. Doch als im Nachbarhaus der geheimnisvolle Olly einzieht, kommen sich die beiden so nah, wie es für Madeline möglich ist. Plötzlich möchte sie die Welt außerhalb ihres sterilen Zimmers entdecken, die sie sonst nur aus Büchern kennt. Selbst wenn es bedeutet, dafür ihr Leben zu riskieren…

Ein Buch mit vielen Facetten – Du neben mir

Wieder so ein trauriges Buch, was ich vor Evas Krankheit nicht geschafft habe zu lesen. Allerdings muss ich sagen, dass dieses hier einfacher zu lesen war als viele andere davor.
Madeline lebte ja nun ein sehr behütetes Leben, wegen ihrer Krankheit. Da blieb ihr die Welt draußen einfach verschlossen, bis Olly nebenan einzieht. Klingt wie eine banale Liebesgeschichte, die dann oberflächlich abgetippt wird. Absolut nicht. In diesem Buch steckt jede Menge Gefühl und Feinfühligkeit.

Maddy ist, trotz ihrer Krankheit relativ normal geblieben. Dafür das sie nie wirklich den sozialen Umgang gelernt hat, meistert sie alles ganz gut. Okay, sie ist ein wenig naiv, aber wer wäre das nicht? Ein wenig unbeholfen wirkte sie auch und natürlich keine wirklichen 18 Jahre alt. 
Olly hingegen ist super. Ein Typ zum Verlieben. Der Macho, den er bei Maddy einfach nicht raushängen lassen kann. So stelle ich mir jemanden vor, der die Situation und die Frau dahinter wirklich kennen lernen will.

Die Aufmachung vom Buch selber finde ich auch sehr gelungen. Post-It’s, Diagramme und andere schöne Sachen findet man immer mal wieder auf den Seiten. Das ist eine Detailverliebtheit, die ich als Leser absolut liebe!

Trotzdem kann ich keine volle Punktzahl vergeben. Das Ende hat mich leider gar nicht überzeugt. Es wirkte… Abgehackt, abrupt und irgendwie erzwungen. Das hat diese Geschichte einfach nicht verdient. Sie hat etwas besseres verdient, denn was so feinfühlig und gefühlsecht anfängt, sollte auch so enden. 

Übrigens, so ganz zwischen uns: Ich bevorzuge das Originalcover und nicht das mit dem Filmposter. Ich habe allerdings nur die Filmposter Ausgabe hier. Wie seht ihr das?

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