Rezension

I kissed a boy – Dacre

[Anzeige * selbst gekauft]. „I kissed a boy – Dacre“ von Lisa F. Olsen. Selfpublishing – Books on Demand.

Darum geht es:

Dacre ist gerade mal 17 Jahre alt und am liebsten zockt er. Nach dem Tod des Vaters hat seine Mutter, Karin einen neuen Partner und zieht mit ihm zusammen. Zu dem Stiefbruder Cap fühlt er sich hingezogen, obwohl die beiden anfangs überhaupt nicht miteinander auskommen. Bei einer Party, die Cap zu Hause schmeißt, wird Dacre mitgezogen. Camille und Sara gabeln in auf und nehmen ihn mit. So findet er neue Freunde, mit denen er einen unvergesslichen Sommer verbringt.

I kissed a boy - Dacre

I kissed a boy – Dacre – Ein Roman mit viel Gefühl

Meine Meinung:

Nach über anderthalb Jahren habe ich einen Roman gelesen. Mal wieder und ich habe Rotz und Wasser geheult beim Lesen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Lies es! Wirklich. Leg dir Taschentücher bereit, mach es dir gemütlich und mach dich bereit für einen unvergesslichen Sommer mit echten Freunden. Aber vor allem: Nimm die Triggerwarnung ernst. Denn das tat ich anfangs überhaupt nicht und wischte es nur beiseite. Ich wurde eines besseren belehrt.

Einen besonderen Dank an Lisa F. Olsen für dieses großartige Buch, das mich hat so viel fühlen lassen. Es hat mich persönlich so viel weitergebracht. Ich habe mich in jedem Charakter ein Stück wiedergefunden.

Heute ist es drei Tage her, nach dem ich dieses Buch beendete. Rückblickend empfinde ich das tiefe Gefühl der Freundschaft, das die Charaktere geteilt haben und den Verlust, den Cap immer mit sich herumträgt. Den Verlust, den niemand füllen kann. Der Roman ist aus der Perspektive von Dacre geschrieben und ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich Cap in den Arm nehmen wollen würde oder ihn schütteln, damit er mehr nach Innen sieht. Aber auch Dacre hat so viele Selbstzweifel.

Perfekt und stimmig

Der Titel „I kissed a boy -Dacre“ lässt ja schon vermuten, dass Dacre sich zu Jungs hingezogen fühlt. Seine Zweifel damit und es seiner Umgebung mitzuteilen werden hier offen angesprochen. Das hat mir sehr gut gefallen.

Ich finde es so beeindruckend, wie die Autorin es geschafft hat so viele emotionale Themen innerhalb von 340 zu Papier zu bringen, ohne das ich mich beim Lesen überrannt oder überladen fühlte. Es war einfach alles so stimmig und perfekt.

Jeder Charakter hat so viel Tiefe. Egal, ob es die Mutter von Dacre ist oder der beste Freund. Warum ich dieses Buch jedem ans Herz lege: Es zeigt, dass es okay ist wie du bist. Du bist du. Und du bist perfekt – genauso wie du bist. Schlimme Dinge im Leben passieren, aber nichts davon musst du komplett allein schaffen. Hilfe annehmen und darüber sprechen ist wichtig.

Aus der Freundesclique ist mir Camille sehr aufgefallen. Sie wechselt mehrere Male ihren Studiengang. Warum denn nicht? Ich finde woher soll man mit 18 Jahren schon wissen, was man den Rest seines Lebens machen möchte? Ich finde es großartig, dass ihre Freunde das auch so hinnehmen. Ebenso ihre Eltern, die beide Ärzte sind. Persönlich hat es mich auch nochmal darin bestärkt nach meinem Medizinstudium nicht in die Somatik zu gehen, sondern die Facharztausbildung für Psychiatrie anzustreben.

Und? Habe ich dich neugierig gemacht? Es wird einen zweiten Band geben, an dem Lisa gerade arbeitet. Hier kannst du das Buch bestellen. Wenn du solche Geschichten liebst, kann ich dir natürlich auch meinen Lieblingsmanga „Silence“ sehr empfehlen.

I kissed a boy - Dacre

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