Rezension

Alles, was ich weiß über die Liebe – Dolly Alderton

Alles über schlechte Dates und gute Freundschaften.

Ein warmes und witziges Memoir über das Erwachsenwerden und alle Lektionen, die man dabei lernt: Dolly Alderton, Shootingstar der englischen Literatur, weiß wirklich alles über desaströse Dates, chaotische Nächte und falsche Entscheidungen. Sie weiß, wie es ist, wenn einem das Herz gebrochen wird – aber auch, wie man es flickt. Denn vor allem erzählt Dolly so brutal ehrlich wie unfassbar komisch vom großen Glück der Freundschaften, die fürs Leben sind und nicht nur Lückenfüller zwischen Liebhabern. Dolly Alderton kennt alle Seiten der Liebe, die guten und die dunklen. Da ist der Guru, der tief in ihr Inneres schauen kann und der sich am Morgen nach der lang ersehnten ersten Nacht doch aus dem Staub macht. Oder ein dubioser Kerl in New York, der sie zu einem Dreier überreden will. Oder der verplante Hippie, für den sie sich die Haare abrasiert. Und dann stellt Dolly plötzlich fest, dass es Liebe auch ganz anders gibt und dass die Freundschaften mit ihren Mädels ihr mehr über die Liebe beigebracht haben als alle Männer. Freundinnen, die für einen da sind, wenn man nicht weiß, wovon man die Miete zahlen soll, wenn eine Beziehung zerbrochen ist oder die Rod-Stewart-Mottoparty nach hinten losgeht.

Dolly Alderton schreibt eine Autobiografie mit 28

Als dieses Buch bei mir ankam, habe ich mich gefreut. Es klang nach Humor, wahrem Leben und den Begebenheiten, die bei Frauen so auftreten können. Und immerhin ist es mit dem “National Book Award” aus England ausgezeichnet. Leider war es am Ende für mich nur eine Zusammenreihung von Klischees, die mich am Anfang auch noch verwirrt haben.

Der Einstieg in das Buch war wirklich nicht leicht. Wir springen von Zeitalter zu Zeitalter, Jugend bis 20er, dann mal als Geschichte an sich, einer E-Mail oder auch SMS. Einen wirklichen Aufbau und ein wirkliches Ziel scheint dieses Buch nicht zu verfolgen. Hier und da sind Rezepte eingestreut, wie Rührei (wer braucht dazu ein Rezept?) und dann beschäftigen wir uns wieder mit den typischen Frauengruppen unserer längst vergangenen Jugendzeit. Nicht nur, dass mir die Sturktur einfach gefehlt hat, nein. Irgendwie fehlt es hier an allem. Aber vor allem fehlt es am Alter.

Dolly Alderton ist jetzt 28. Und irgendwie ist dieses Buch einfach nur kindisch. Wo ist denn das Aufgeklärte, was man Ende 20 eigentlich schon haben sollte? Natürlich kann man das Buch lesen. Es macht auch irgendwo Spaß. Aber man muss es nicht lesen. Außer man steht total auf TV-Soaps. Dann ist es ein Hit.

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2 Comments

  1. Huhu du,
    danke für deine Meinung. Das Buch sieht man ja seit einiger Zeit überall, aber scheinbar kann ich es mir sparen;-)
    Liebe Grüße, Petra

    1. Anna says:

      Wenn es nach mir geht ja 😀
      Ich verstehe den Sinn des Buchs wirklich nicht.

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