Rezension

Bus 57: Eine wahre Geschichte – Dashka Slater

Kriminalgeschichten, die auf wahren Begebenheiten beruhen, sind selten romantisch. Doch gerade diese brechen uns gewöhnlich das Herz. (NewYork Times)
Der Bus der Linie 57 ist das einzige, was Sasha und Richard miteinander verbindet. Richard ist Afroamerikaner, geht auf eine öffentliche Schule und hat gerade einen längeren Aufenthalt in einer betreuten Wohngruppe für jugendliche Straftäter hinter sich. Sasha ist weiß, besucht eine Privatschule und identifiziert sich selbst als agender. Nur acht Minuten täglich verbringen Sasha und Richard gemeinsam im Bus 57. Bis zu dem Tag als Sasha den langen weißen Rock trägt und Richard ihn anzündet.

Dashka Slater hat den nachfolgenden Gerichtsprozess monatelang verfolgt, mit Beteiligten gesprochen und die Hintergründe recherchiert. Bus 57 ist die akribische Dokumentation eines berührenden Falles, der tragischen Verstrickung zweier Jugendlicher, die doch nur eines wollen: glücklich sein, trotz allem.

Bus 57 – eine wahre Geschichte mit vielen Facetten

Es fällt mir unheimlich schwer, dieses Buch zu “bewerten”. Wie soll man auch eine so tragische, echte, reale und vor allem wahre Geschichte bewerten? Das steht eigentlich niemandem zu. Die Geschichte, die Dashka Slater uns hier erzählt hat mich mitgenommen. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass Jugendliche doch so extrem sein können. Ich dachte im Jahr 2013, als dieser Vorfall passierte, wäre unsere Gesellschaft akzeptabler geworden, was die LGBTQ Community angeht, aber da sieht man leider mal wieder, wie wenig ein hetero Mensch so mit kriegt.

Von daher werde ich hier keine einfache Rezension schreiben und dem Buch irgendwelche Sterne verleihen. Ich werde euch das Buch einfach ans Herz legen, auch wenn der Schreibstil vielleicht nicht ganz so einfach ist. Man merkt eben doch, dass Slater eine Journalistin und keine Autorin. Aber! Dieses Buch ist unheimlich wichtig und muss gelesen werden. Wir müssen uns ändern. Unsere Gesellschaft ändern. Offener werden. Leute und Meinungen akzeptieren und auch mal darüber nachdenken, warum ein Mensch so ist, wie er ist.

Egal ob ihr selber nun Teil der LGBTQ Community seid, Freunde habt die es sind oder damit gar nicht in Berührung gekommen seid. Schaut euch dieses Buch mal genauer an. Es ist wichtig.

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