Rezension

Die Alchimistin – Kai Meyer

Die AlchimistinTaschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (14. Dezember 2015)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99€

Neuauflage mit neuem Cover

 

 
Aura Institoris wächst in einem düsteren Schloss an der Ostsee auf. Das Schloss ist mindestens genauso düster, wie die Geschehnisse im 19. Jahrhundert, die Aura zwischen die Fronten eines Konflikts geraten lassen. Ihr Vater, der Alchimist Nestor Nepomuk wird im Auftrag von Lysander ermordert, was nun dazu führt, das Auro mit ihrem Stiefbruder Christopher den Kampf gegen den alten Feind wieder aufnimmt.

Wenn Kai Meyer eins kann, dann ist es Fantasy zu schreiben. Ich merke es nicht nur in seinen neuen Büchern, auch Die Alchimistin macht da keinen Unterschied. Ich kann sehr gut verstehen, warum dieses Buch auch heute noch zu seinen eigenen Favoriten zählt. Die Neuauflage des Buchs, mit den wunderschönen neuen Covern hat mich dazu veranlasst, es nun endlich mal lesen zu wollen und ich wurde nicht enttäuscht.

Aura und der alte Feind

Die Reise zu Aura und dem düsteren Schloss beginnt mit Christopher, der von Auras Mutter Charlotte adoptiert wird. Und das, obwohl er schon älter ist. Hier setzt Kai Meyer die Szene rund ums Schloss, die Ostsee und die Familie Institoris. Der Anfang ist, meiner Meinung nach, etwas schwerfällig zu lesen und ich brauchte einige Zeit, bis ich wirklich in diese Geschichte eintauchen kann. So faszinieren Kai Meyer das Schloss und die Familie beschreibt, so langwierig ist der Anstieg in die Spannung. Es ist, als würde man selber die 100 Stufen vom Anlegeplatz zum Schloss selber hochsteigen, bis man überhaupt richtig in der Story versinken kann. Das ist mein einziger Minuspunkt, wenn man es denn so nennen kann.
Aura ist hier natürlich die Protagonistin und ich habe sie, sobald die Ansicht zu ihr gewechselt hat, schnell ins Herz geschlossen. Sie gerät zwischen die Stühle und muss nun selber sehen, wie sie ihren Vater rächt. Obwohl sie eher schroff ist, macht sie genau das zu meiner Lieblingsfigur. Ohne ihre Unberechenbarkeit wäre dieses Buch nur halb so gut.

Recherche ist das A und O

Was Kai Meyer besonders gut gemacht hat, ist die Templer und Alchimisten ins richtige Licht zu rücken. Hier müssen wirklich Stunden, Tage und Monate an Recherche ins Spiel gekommen sein. Ich habe mich selber einige Zeit mit den Templern beschäftigt und weiß, wie komplex das Thema ist. Wirklich sehr schön zu sehen, dass es im Buch doch sehr gut umgesetzt wurde.

Wenn ihr also Lust habt, Aura auf ihrem Abenteuer zu begleiten, dann solltet ihr das tun. Vorallem Mittelalterfans werden hier auf ihre Kosten kommen und nicht enttäuscht werden. Aber wann enttäuscht ein Kai Meyer Roman schon mal so richtig? Gar nicht oder? Mir fällt jedenfalls keiner ein, der mich enttäuscht hat.

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